Zwangsstörungen

Häufigkeit

Die Wahrscheinlichkeit, im Leben an einer Zwangsstörung zu erkranken, beträgt 2-3%. Die Zwangsstörung kommt in allen Kulturen vor. Sie beginnt oft im Jugendalter, höchst selten nach dem 50. Lebensjahr.

 

Symptome

Diese bestehen aus wiederkehrenden unangenehmen Gedanken oder Impulsen, Handlungen auszuführen, die von den Kranken meistens selbst als übertrieben oder unsinnig erkannt werden. Ein Unterdrücken oder Ignorieren der Gedanken oder Impulse erzeugt Angst oder ein Gefühl von grossem Unbehagen. Die Gedanken und Handlungen sind zeitraubend und verursachen Stress. Daraus entstehen immer grössere soziale Probleme, unter Umständen bis zur Arbeitslosigkeit und Abbruch von Beziehungen.

Man unterscheidet Zwangsgedanken und Zwangshandlungen. Meistens haben Zwangserkrankte beide Symptome.

Zwangsgedanken: Diese zeigen sich durch sich quälend aufdrängende Worte, aggressive Gedanken, z.B. das eigene Kind zu verletzen, ängstliche Gedanken, sich von einer Krankheit angesteckt zu haben, pathologische Zweifel, den Kochherd nicht ausgeschaltet zu haben oder einen Zählzwang.

Zwangshandlungen: Diese bilden meistens eine Reaktion auf die Zwangsgedanken und zeigen sich z.B. in einem Waschzwang, Kontrollzwang, Ordnungszwang.

 

Verlauf

Eine vollständige Heilung ist bei länger dauernden Zwangsstörungen selten. Die Verlaufsformen können sich jedoch unterscheiden. Bekannt sind wellenhaft phasische, chronische oder sich dauernd verschlechternde Verläufe.

 

Ursachen

Es gibt biologische sowie psychodynamische Erklärungsansätze. Die biologischen Ansätze gehen von Hirnveränderungen aus, die im Computertomogramm (CT) und Positronen-Emissions-Tomogramm (PET) festgestellt werden. Ebenso wurde festgestellt, dass Zwangserkrankte zuwenig Serotonin (Botenstoff im Hirn) besitzen. Bei Zwangsstörung findet man eine familiäre Häufung, d.h die Vererbung spielt eine gewisse Rolle. Die psychodynamische Vorstellung geht davon aus, dass Zwangserkrankte unter sehr strengen rigiden Bedingungen aufgewachsen

sind.

 

Behandlung

Mittels Verhaltenstherapie und Antidepressiva (SSRI) können 70-80% der Zwangsstörungen günstig beeinflusst werden, d.h. es stellt sich eine Besserung ein.

 

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